Frauen standen nicht am Rand der Geheimdienstgeschichte. Sie standen in ihrer Mitte – als Kurtisanen, Sekretärinnen, Krankenschwestern, Hausfrauen. In Rollen, die man ihnen zugewiesen hatte und die sie gleichzeitig unsichtbar machten. Genau das war der Mechanismus. Und er funktionierte dreitausend Jahre lang.
„Spioninnen: Die Weltgeschichte weiblicher Spionage“ ist kein Porträtband außergewöhnlicher Frauen. Es ist eine strukturelle Geschichte: Wie Geschlechterrollen, die Frauen aus dem öffentlichen Leben ausschlossen, zur wirksamsten Tarnidentität der Spionagegeschichte wurden. Das Buch ist nicht chronologisch aufgebaut, sondern nach Rollen und Deckidentitäten – von der Giftjungfrau des alten Indien bis zur Analytikerin der CIA, von der Näherin des Bürgerkriegs bis zur Doppelagentin des Kalten Krieges.
Fünf Teile, einundzwanzig Kapitel, eine Weltgeschichte der Spionage – erzählt aus dem blinden Fleck heraus, den Geheimdienste aller Epochen und Kulturen gemeinsam hatten.






