Die gefährlichste Waffe der Spionagegeschichte war nie eine Pistole, ein Code oder ein Satellit. Es war eine Lüge.
Im Jahr 1274 v. Chr. taumelten zwei „Überläufer“ in das Lager von Pharao Ramses II. und sagten ihm genau das, was er hören wollte: Der Feind sei noch weit entfernt. Es waren hethitische Agenten, und ihre Lüge hätte das ägyptische Heer beinahe vernichtet. Mehr als dreitausend Jahre später spülte das Meer eine Leiche mit gefälschten Invasionsplänen an die spanische Küste – und schickte Hitlers Panzer zur Verteidigung des falschen Landes. Verschiedene Jahrtausende, dieselbe Methode.
Lügen, Spione und Desinformation ist eine globale Geschichte des am meisten unterschätzten Instruments der Staatskunst: der Täuschungsoperation. Auf Grundlage freigegebener Akten, von Primärquellen und neuester Forschung verfolgt das Buch einen ungebrochenen Faden von der Antike bis ins Zeitalter der Künstlichen Intelligenz – und zeigt, dass sich die Techniken kaum verändert haben. Das Ziel ist immer der menschliche Verstand. Die Waffe ist immer eine sorgfältig konstruierte Lüge.
In sechs Teilen und neunundzwanzig Kapiteln enthüllt das Buch die Schwarzen Kabinette, die die Post eines Kontinents lasen, die Kriegslisten hinter Operation Mincemeat und dem Doppelagenten Garbo, die sowjetischen „aktiven Maßnahmen“, die KGB-Lüge über AIDS, die das Ende der UdSSR überdauerte, die Radio- und Social-Media-Kampagnen, die in Ruanda und Myanmar den Völkermord befeuerten, sowie die Trollfabriken, die Söldner der Desinformation und die KI-Deepfakes der Gegenwart.
Von Sunzi bis zur Internet Research Agency – die verborgene Geschichte, wie Geheimdienste ganze Bevölkerungen manipuliert haben und warum die Lüge nach dreitausend Jahren die Waffe bleibt, die sich nie verändert.
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