Von nubischen Bogenschützen im Dienste ägyptischer Pharaonen um 2000 v. Chr. bis zu den Kämpfern der russischen Wagner-Gruppe, die 2023 auf drei Kontinenten operierten: Angeheuerte Soldaten haben den Aufstieg und Fall von Imperien geprägt, Regierungen gestürzt und den Lauf der Geschichte verändert. Blut für Gold ist eine umfassende globale Geschichte des Söldnerwesens über alle Epochen und auf allen bewohnten Kontinenten hinweg.
Die dreibändige Reihe – Schwerter der Antike, Glücksritter und Konzerne der Gewalt – behandelt mehr als 130 verschiedene Söldnergruppen, Armeen und Einzelpersonen. Sie erzählt von den zehntausend Griechen, die nach dem Tod ihres Arbeitgebers auf dem Schlachtfeld 1600 Kilometer durch das persische Kernland marschierten; von den Mamluken, Sklavensoldaten, die zu Sultanen aufstiegen und Ägypten 267 Jahre lang regierten; von der Katalanischen Kompanie, die Byzanz rettete und schließlich von der Akropolis aus über Athen herrschte; von den irischen Exilanten, die ein Jahrhundert lang für die französische Krone kämpften; von den japanischen Rōnin, die Siam regierten; von den afrikanischen Siddi-Kriegern, die an der Küste Indiens unabhängige Herrschaftsgebiete gründalierten; und von den Belutschen-Kriegern aus dem heutigen Pakistan, die seit über 300 Jahren ununterbrochen dem Sultan von Oman dienen und noch heute etwa 40 Prozent seiner Streitkräfte ausmachen.
Dies ist kein eurozentrischer Überblick mit gelegentlichen Ausflügen nach Asien und Afrika. Die Geschichte des angeheuerten Krieges ist wahrhaft global, und genau diese Geschichte erzählt diese Reihe – einschließlich dutzender Fälle, die in der englischsprachigen Literatur kaum Beachtung finden: die Lisowczycy in Polen, die Saika-Ikki in Japan, die Schwarze Flaggen-Armee in Vietnam, die Jenets des mittelalterlichen Spaniens, die San Patricios, die Uskoken, die Qizilbash und viele mehr.
Band 1 deckt die antike und mittelalterliche Welt ab. Band 2 reicht von der Renaissance bis in das Zeitalter der Imperien. Band 3 führt vom 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart – von der französischen Fremdenlegion und den Kongo-Söldnern der 1960er Jahre bis hin zu Executive Outcomes, Blackwater, der Wagner-Gruppe und der aufkommenden Welt der Cyber-Söldner sowie autonomer Waffensysteme.
Was alle drei Bände verbindet, ist eine Frage, die sich jede Epoche gestellt hat und die bis heute niemand endgültig beantworten konnte: Wer kontrolliert Männer mit Waffen?