Jede Zivilisation hat Räume geschaffen, in denen Wissen gehütet, Schwüre geleistet und die üblichen Regeln außer Kraft gesetzt werden. Manche dieser Räume brachten Philosophie, Revolution und Befreiung hervor. Andere wiederum Mord, Unterdrückung und organisiertes Verbrechen. Sie alle verraten uns etwas Essenzielles darüber, wie Macht tatsächlich funktioniert – nicht auf der öffentlichen Bühne, sondern in jenen Räumen, die Historiker nur selten betreten.
SCHATTEN UND SCHWÜRE ist eine dreibändige Geschichte der Geheimgesellschaften dieser Welt, geschrieben für all jene, die die wahren Hintergründe erfahren wollen.
Band I, SCHATTEN DER ANTIKE, beginnt mit den prähistorischen Wurzeln der Initiation und führt über die Eleusinischen Mysterien, die pythagoreischen Bruderschaften, die Assassinen von Alamut und die Tempelritter zu Traditionen, die von der westlichen Geschichtsschreibung meist völlig ignoriert werden: die Poro- und Sande-Bünde in Westafrika, der Ekpe-Leopardenkult in Nigeria, die Sufi-Bruderschaften des mittelalterlichen Islam und die Arioi-Kulte Polynesiens. Geheime Organisationen sind keine westliche Erfindung. Sie sind ein grundlegendes Merkmal der menschlichen Zivilisation – auf jedem Kontinent, in jeder Epoche.
Band II, DAS ZEITALTER DER LOGEN, behandelt jene drei Jahrhunderte, in denen Geheimgesellschaften zum wichtigsten Motor des politischen Wandels wurden. Die rosenkreuzerischen Manifeste entfalten 1614 in ganz Europa ihre explosive Wirkung – mysteriöse Flugschriften, die ein unsichtbares Kollegium versprechen, das vielleicht nie existiert hat. Die Freimaurerei geht aus den schottischen Steinmetzgilden hervor und breitet sich in der Welt der Aufklärung aus. Die bayerischen Illuminaten leuchten für neun Jahre auf, bevor sie von einem deutschen Landesfürsten zerschlagen werden und jene hartnäckige Verschwörungstheorie hinterlassen, die bis heute nicht verstummen will. Revolutionäre Netzwerke formen ganze Kontinente neu: die Carbonari in Italien, die Dekabristen in Russland, die Filiki Eteria, welche die griechische Unabhängigkeit auslöste, und die Lautaro-Loge, die San Martín half, die Anden zu überqueren und den halben südamerikanischen Kontinent zu befreien.
Band III, DIE MODERNE SCHATTENWELT, erreicht das 20. Jahrhundert – eine Zeit, in der Staaten lernten, wie Geheimgesellschaften zu denken, und Geheimgesellschaften begannen, wie Staaten zu agieren. Hier begegnen wir dem Ku-Klux-Klan, wie er wirklich war: keine Randerscheinung, sondern eine Massenbewegung mit sechs Millionen Mitgliedern, die bis in die höchsten politischen Ämter reichte. Hier ist die P2-Freimaurerloge, die italienische Politiker, die Mafia, Geheimdienste und die Vatikanbank miteinander vernetzte. Hier finden sich die Yakuza, der Broederbond, der die Apartheid konstruierte, das Opus Dei sowie die Geheimdienste, die sich jede einzelne Technik aneigneten, welche die alten Bruderschaften einst erfunden hatten.
Drei Bände. Und ein roter Faden, der sich durch alle zieht: der zutiefst menschliche Drang, sich im Geheimen zu versammeln, Schwüre zu leisten und auf Basis von Wissen zu handeln, das anderen verborgen bleibt.